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Psychedelic / Americana / Pop / Alternative Pop-Rock - CD
Essex Green - The Cannibal Sea
Bekennender Retro- Pop, der nie abgestanden klingt. Die virtuosen Westcoast-Popper aus Brooklyn trumpfen mit ihrem vierten und besten Album auf.
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Der Kern von The Essex Green wird von Sasha Bell, Jeff Baron und Christopher Ziter gebildet, die beiden ersteren waren über die letzten zehn Jahre auch Mitglieder der artverwandten Ladybug Transistor, deren Mitglieder umgekehrt regelmäßig auf Essex Green Alben gastierten. Der Sound dieser jungen Menschen ist von den harmoniegeladenen, komplex arrangierten Meisterwerken der Sixties geprägt, "Smile" von den Beach Boys, "Younger Than Yesterday" von den Byrds, "Odyssee And Oracle" von den Zombies oder "California Dreaming" von den Mamas And The Papas fallen mir spontan ein, und Essex Green klingen so, als hätten sie das alles an einer fiktiven Musikhochschule, der Brian Wilson vorsitzt, studiert. Dazu kommt aber auch noch eine Spur "Pop naif" der britischen Anorakbands der Achziger, die den unverwechselbaren Charme der Band ausmacht. Wir hören Powerpop mit starken Refrains ("I Don´t Know Why" oder "Elsinore"), eine akustische Folkballade ("Rue De Lis") und das hypnotische an die großen Stereolab erinnernde Orgelgewitter "Cardinal Points". Mit dem hübschen "Sin City" gibt es auch eine ausnahmsweise gar nicht subtile Referenz zu Gram Parsons. Zumeist wechseln sich Christopher Ziter und die bezaubernde Sasha Bell beim Leadgesang ab, am unwiderstehlichsten sind sie aber, wenn sie zu einander harmonisieren. Am 1.Oktober hatte ich im Planet Music zum ersten mal das Vergnügen, The Essex Green live zu erleben, und obwohl sie nur Support für The Whitest Boy Alive waren, waren die wenigen Zuschauer auf Anhieb begeistert. Nachdem ich mir in devoter Fanboy- Manier alle meine Alben von der Band signieren ließ, mußten sie mir dann versprechen, heuer wieder nach Wien zu kommen, diesmal aber als Hauptact.
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