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Americana / Folk - CD
Beirut - Gulag Orkestar
Die Alternative/World Music Sensation zum Jahresende. Ein 21-jähriger Multiinstrumentalist aus Albuquerque verkörpert den osteuropäischen Traum mit mitreißendem Balkan-Pop.
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Da gab es nun tatsächlich einen jungen Cineasten im Wüstenstaat New Mexico, der von Kosturica so sehr inspiriert war, daß er gleich sein musikalisches Grundgerüst auf dessen und Bregovics Balkansound aufbaute. Eine ausgedehnte Europareise verfestigte diese Affinität und die Neugier auf europäische Kultur. So finden wir Songtitel wie "Brandenburg", "Bratislava" oder "Postcards From Italy" auf dem Debütalbum von Zach Condon. Gleichzeitig ist die amerikanische Identität der Musik genauso spürbar, Condon singt auf Englisch, und die Musik erinnert an einigen Stellen auch an Neutral Milk Hotels "In The Aeroplane Over The Sea" von 1997, das in meiner Welt vielleicht besten Alternativealbum aller Zeiten. Auch deren Songwriter Jeff Magnum hat sich mit Field Recordings bulgarischer Folklore beschäftigt, und NMH-Schlagzeuger Jeremy Barnes ist einer der wenigen Gastmusiker von Beirut, ansonsten spielte Zach Condon Trompete, Akkordeon, Orgel usw. selbst ein. - Dieser Herr Barnes, der gerade das zweites Album seiner derzeitigen Hauptband A Hawk And A Hecksaw veröffentlicht hat, muß übrigens ein besonders gutes Gespür für die großen Songwriter-Talente haben, er hat auch beim Erstlingsalbum von Conor Obersts Bright Eyes mitgewirkt. - Die musikalische Intensität von Gulag Orkestar erinnert auch manchmal vage an Arcade Fire, der Gesang manchmal an keinen geringeren als Rufus Wainwright. Die CD gibt es auch mit der Bonus-Disc "The Lon Gisland EP" - wenn schon, denn schon.
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