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Psychedelic / Americana / Alternative Pop-Rock - CD
Arcade Fire - Neon Bible
Nach ausgedehnten Tourneen rücken The Arcade Fire aus Montreal endlich mit ihrem zweiten Longplayer heraus. "Neon Bible" steht neben dem übermächtigen Vorgänger "Funeral" noch immer sehr gut da.
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Als vor zwei Jahren "Funeral" erschien, löste das in der Musikwelt fast ein kollektives Stendal- Syndrom aus. Die beiden Davids Bowie und Byrne, U2 und Coldplay waren begeistert bis geläutert, und es wußte plötzlich auch in Europa jeder zweite über die bahnbrechenden Einflüsse der Band Neutral Milk Hotel bescheid, und dafür war es auch höchste Zeit.
Mittlerweile war die Spannung schon groß, würden The Arcade Fire sich neu erfinden, was hat der Erfolg aus ihnen gemacht, oder würden sie ein zweites "Funerals" abliefern. Also, der Erfolg hat sie nicht glücklicher gemacht, "Neon Bible" ist fast noch düsterer und verzweifelter geworden, die Texte sind stellenweise apokalyptisch hoffnungslos und betreten Territorium, das bisher einem David Eugene Edwards (Sixteen Horsepower, Woven Hand) vorbehalten war. ("Mirror, mirror on the wall, tell me where the bombs will fall" von "Black Mirror" oder "Every spark of friendship and love will die without a home" von "Interventions"). Alles riecht irgendwie nach 9/11 Terror, Krieg und Tod ohne Erlösung.
Dazu werden wir von einer mächtigen, facettenreichen Wall- Of- Sound fast erdrückt, die von der Eindringlichkeit der Stimme Win Butlers und dem Engelsgesang von Regine Chassagne ergänzt bzw. kontrastiert wird. Die Stärken des Debüts sind uns also erhalten geblieben, Angst und Katharsis klingen nirgendwo sonst so überwältigend und schön.
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